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Rees setzt Stolpersteine


Wie in vielen anderen Städten wurden auch in Rees Menschen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes.
 
Auf Initiative des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Rees und dem Geschichtsverein RESSA e. V. wird mit den Stolpersteinen an Reeser Bürgerinnen und Bürger erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, deportiert und in Konzentrationslagern ermordet wurden. Insgesamt wurden 34 Gedenksteine in Rees, Haldern und Millingen verlegt. 
 
Der Kölner Künstler Gunter Demnig erinnert mit seinem Projekt STOLPERSTEINE an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt.
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunther Demnig.
 
Mit den Gedenksteinen soll die Erinnerung an die Menschen lebendig bleiben, die einst unermessliches Leid ertragen mussten, Menschen, die aufgrund von Rassenwahn und einer Herrenmenschen-Ideologie verfolgt und misshandelt, deportiert und / oder ermordet wurden.  

Den Flyer mit Lageplan der einzelnen Stolpersteine in Rees, Haldern und Millingen können Sie hier als Pdf-Datei herunterladen.

 

Gunther Demnig beim Verlegen eines Gedenksteins
Gunter Demnig beim Verlegen eines Gedenksteins

Lebenslauf Gunter Demnig

- 1947 in Berlin geboren
- 1967 Abitur
- ab 1967 Studium Kunstpädagogik, HfbK Berlin bei Prof. Herbert Kaufmann
- 1969 - 1970 Studium Industrial Design, HfbK Berlin
- ab 1971 Studium Kunstpädagogik, Kunstakademie / GhK Kassel
- 1974 1.Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien; Bildende Kunst und Werken
- 1974 – 1977 Studium Freie Kunst, Universität Kassel, FB Kunst, Atelier Kramer
- 1977 - 1979 Denkmalsanierung; Planung, Bauleitung, Ausführung
- 1980 - 1985 künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im FB Kunst, Universität Kassel
ab 1985 Atelier in Köln. Zeitweise Mitarbeit in MOLTKEREI-Werkstatt und Kunstraum FUHRWERKSWAAGE. Planung und Organisation von Rauminstallationen und Performances.
- seit 1994 Kurator im IGNIS-Kulturzentrum, Ausstellungszyklus
COINCIDENCE - Zusammentreffen in Köln

1990 Erste Aktion zur Erinnerung an die Deportation von Sinti und Roma aus Köln 1940

1993 Entwurf zum Projekt STOLPERSTEINE

1997 Erste Verlegung in Berlin-Kreuzberg (nicht genehmigt; später legalisiert)

ab 2000 STOLPERSTEINE in Deutschland

 www.stolpersteine.com